Hautveränderungen bei COVID 19

Bekannt ist, daß COVID-19, Symptome wie trockenen Husten, Fieber und Atemnot verursacht. Aber auch die Haut kann betroffen sein.

Grund für eine  Untersuchung waren die häufigen Berichte darüber, dass Corona  auch zu  Hautausschlag führt.
Diese Symptome wurden nun von  spanischen Forscherinnen in einer klinischen Studie untersucht und tatsächlich nachgewiesen. 

Insgesamt analysierten Dr. Cristina Galván Casas vom Hospital Universitario de Móstoles in Madrid und ihr Team Fotos und Daten über  375 Patientinnen mit einer SARS-CoV-2 Infektion mit folgenden Ergebnissen: 

bei milden Verläufen
1.) Pseudo-Frostbeulen an Händen & Füßen
Bei ca. 19 Prozent der Patientinnen traten frostbeulenähnliche Hautveränderungen, sogenannte Pseudo-Chilblains auf. 
 2 Wochen lang  juckende Pusteln und Bläschen/ rötlich bis violett an Händen und Füßen.
Vorwiegend bei jüngeren Patienten am Anfang der Infektion

bei mittleren Verläufen
2.) ähnlich wie Feuchtblattern am Rumpf
Etwa 10% der untersuchten Teilnehmerinnen litten unter vesikulären Eruptionen.
8 Tage lang waren juckende Hautbläschen – ähnlich den bekannten Feuchtblattern  am Rumpf zu erkennen.

Überwiegend bei Patientinnen mittleren Alters.
Zumeist gegen Ende der COVID-19-Erkrankung

mittlere bis schwere Verläufe
3.) Juckende Quaddeln am Rumpf 
Bei 19 Prozent der analysierten Patientinnen traten urtikarielle Eruptionen, das sind  unangenehm juckende Quaddeln am Rumpf  auf.

Im Schnitt waren sie nach 6,8 Tagen wieder verschwunden.  

Überwiegend bei jüngeren Patienten  gegen Ende der Covid Erkrankung

bei schweren Verläufen
4.) Schuppen, Rötungen und Knötchen
47 Prozent der Probandinnen mit schwerem Verlauf bekamen großflächige Schuppungen und Rötungen der Haut, sogenannte makulopapuläre  Eruptionen, die durchschnittlich 8  Tage zu sehen waren. In einigen Fällen kam es zur Bildung von Knötchen an Armen und Beinen.

5.)  Nekrosen auf der Haut bei älteren Patienten
Totes beziehungsweise abgestorbenes Gewebe durch mangelnde Blutversorgung konnte bei ungefähr 6 Prozent der Untersuchten beobachtet werden-vorwiegend  bei älteren Patientinnen mit einem schweren Krankheitsverlauf. Bei einigen wurden sogenannte „Corona-Finger“ beobachtet: Das unterversorgte Gewebe an den Fingern verfärbt sich dunkel und muß unbedingt ärztlich versorgt werden

Quellen:
Classification of the cutaneous manifestations of COVID‐19: study in Spain  in: onlinelibrary.wiley.com
Fünf klinische Muster: Welche Spuren COVID-19 auf der Haut hinterlässt, in: aerztezeitung.de

Corona auf der Haut: Weitere Studien nötig
Dr. Cristina Galván Casas und ihr Team  beendeten ihre Studie mit dem Hinweis, dass die fünf klinischen Muster auf eine COVID-19-Erkrankung hindeuten und so bei einer Diagnose helfen können. Ob die Corona-Symptome der Haut direkt von SARS-CoV-2 hervorgerufen werden, müsse weiter untersucht werden.

TIPP für den Akutfall:

Eiskristallwickel können auf jedem Körperteil eingesetzt werden!
Sowohl bei  Schuppungen, Rötungen und Nekrosen haben Eiskristall- Wickel gute Wirkung gezeigt.
Die Inhaltsstoffe fördern die raschere Abheilung,  sowie  eine Verminderung des Juckreizes

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